Hört sich gut an
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Erfahrungen

Erfahrungen unserer Kunden.
Schreiben Sie uns wenn auch Sie spannende, wissenswerte oder einfach interessante Erfahrungen mit HiFi, Highend oder Homecinema haben. Ausgewählte Beiträge stellen wir Ihnen hier vor.

Das SPU und der Auditorium 23 MC-Trafo Hommage T1

Teil 2

Es ist an einem späten Samstag Nachmittag im November 2005. Vor 3 Tagen hatte ich die ersten Hörerfahrungen mit dem SPU + T1 gesammelt – jetzt sollte Hartmut an dem bevorstehenden langen Wochenende noch das Vergnügen haben, beides in seiner Anlage zu testen. Nur ungern hatte ich die edlen Teile wieder aus der Kette genommen, und sie ihm überlassen.Auch seine Anlage besteht aus:


Abbildung 1: Rechts der MC-Trafo A23 Hommage T1
  • Nouvelle Platine Verdier
  • SME 3012 + DENON DL103
  • Shindo Laboratory Aurieges
  • Shindo Laboratory Cortese F2A
  • NF / LS - Kabel von A23

Also identisch aufgebaut wie meine Kette – bis auf die Lautsprecher: Wunderschöne ALTEC Valencias! Ich hatte die Qualitäten dieses Schallwandlers natürlich schon mehrmals hören können. Und nach den Hörsessions mit dem SPU + T1 bei mir zu Hause war natürlich schon klar, dass gleich ein ganz besonderes Hörerlebnis anstehen würde. Es ist ein sehr interessanter Abend geworden – auf dem Weg nach Haus werde ich wissen, worauf sich diese enorme spontane Begeisterung begründet. Die erste Platte läuft...


Abbildung 2: Nouvelle Platine + das SPU

Soviel schon mal vorweg: Die Auditorium 23 Rondo und die ALTEC Valencia haben auf jeden Fall eine Gemeinsamkeit: Beide Lautsprecher zeigen sich gleichermaßen "verwandelt". Auch die Valencia`s legen "eine neue Gangart" vor, die sich mit dem üblichen HiFi-Fachjargon jedoch genauso wenig treffend schildern läßt, wie der "Klang" eines Instrumentes oder einer Stimme. Wer spricht schon im Zusammenhang mit einer Violine von "weichen Mitten" oder bei einem Kontrabass vom "Tiefbass".

Ich möchte jetzt schon ein wenig auf den allgemein stark überstrapazierten Begriff der "Livehaftigkeit" hinarbeiten: Die Fähigkeiten der Valencia`s, auch die noch so brachialsten, musikalischen Szenerien in vernünftiger Weise in den Hörraum zu transformieren, ohne dabei jedoch das "typische" eines jeden Instrumentes auf HiFi-istische Weise zu verniedlichen, gehört im allgemeinen zu den verloren gegangenen Tugenden der meisten Lautsprecher am Markt.


Abbildung 3: Shindo Aurieges / Shindo Cortese F2A / ALTEC Valencia

Wieviel Potenzial doch in diesem Konzept steckt...
Wir hören das Klavierkonzert Nr. 1 Es-dur. Es ist die historische Aufnahme aus dem Jahre 1961 mit Sviatoslav Richter / London Symhony Orchestra / Kiril Kondrashin. Wer noch nie im Leben einen Flügel meisterhaft "Live" gespielt gehört hat, der hört ihn jetzt. Von der LP. Nicht nur das jetzt das prachtvolle, erhabene Wesen dieses Instrumentes in all seinen komplexen Facetten erklingt, es geht auch ein bis heute eher unerfüllter Wunsch in Erfüllung.


Abbildung 4: WYSIWYG - What you see is what you get

"What you see is what you get"... Den energischen Gesichtsausdruck des Pianisten hatte ich bisher in der Musik in dem Maße nicht wiedergefunden. Die Art und Weise "wie er in die Tasten haut", offenbart sich als eine neue Dimension im Raum auf - und zwar ohne das er aus den Nähten zu platzen droht.

Ich habe in diesem 15 qm Raum schon etliche hyperventilierende "Mini-HighEnd-Boxen" mit ihren schnuckeligen 5" Treibern im eigenen Bass "baden gehen" gehört. Doch soviel realistische Intensität in der Musikwiedergabe erinnert mich wirklich an den Besuch bei A23, als wir die LATOUR mit dem Shindo Arm/System hörten... Einen eingeschworenen Rondo – Hörer kegelt diese Begegnung jedoch nicht gleich aus der Spur. Die beschriebenen Elemente gibt ja auch "sie" in gleicher Weise an den Hörer weiter. Auch ist es möglich, nach Hause zu fahren, und den Abend mit der bewährten DL103 – Kombination zu genießen. Denn diese ist für den Preis nach wie vor unschlagbar und macht richtig viel Spaß!

Das "mehr an Spaß" hat ja schließlich auch analog ein "mehr an Preis".

Und das im Geiz-is-geil-Zeitalter...
Und das bei mir! Als der Spar-Kommissar !!

Geizig wie ich bin, werde ich nämlich gleich nach Bielefeld fahren.Kalt lächelnd vorbei an den endlos flächendeckend operierenden Kaufrauschtempeln, die NIE auch nur EINEN CENT für all den überflüssigen Unfug von mir sehen werden. Möhring hat gerade angerufen – die "Teile" sind eingetroffen. Ich werde dann – geizig wie ich bin – zu Hause meine 40 Jahre alten Platten weiter "auftragen", ja NEU hören, und keine neuen kaufen.
Geschweige denn dem "Digitaloverkill" zum Opfer fallen.

Eckhard Schröder, Dezember 2005

Teil 1